Saturday, June 21, 2008
Fjorde und mehr
Eigentlich wollte ich auf diesem Blog ja vor allem über die norwegische Landschaft (smaragdgrüne Fjorde vor gewaltigen Felswänden, die Asen in den Nebeln der Hardangervidda und ähnlichen Kitsch) schreiben. Das erspare ich mir aber besser mal und verweise auf images.google.de, wo man diese grandiose Landschaft auch ohne dazugehörige verbale Ergüsse bewundern kann. Jedenfalls fuhr ich am Mittwoch morgen mit der Fähre von Bergen nach Flam im Aurlandsfjord -- eine fünfstündige Fahrt, die sich sehr lohnt, und lernte am Nachmittag bei einer kleinen Radtour eine Französin kennen, mit der ich an den folgenden beiden Tagen viel unternahm (ich schrieb es schon mal unten: ihr Freund war auf Radtour in Norwegen und sie wollten sich in Oslo treffen). Das war alles sehr lustig, auch wenn ich auf dem Rückweg vom ersten Fahrradausflug gehörig ins Schwitzen kam: sie hatte den Hinweg zu Fuß zurückgelegt, auf dem Rückweg nahm ich sie auf dem Gepäckträger mit, aber es ging doch einige Male leicht bergauf... Während der erste Tag uns noch mit Sonnenschein verwöhnte, wurden wir am zweiten Tag in Flam richtig nass, aber abends retteten Ballack & Co. den Tag, und prompt wurde das Wetter auch wieder besser. Am Abreisetag (Freitag) teilten wir noch ein Stück des Weges und nahmen von Flam das Schiff über den Aurlands- und Naeroyfjord nach Gudvangen. Dort stiegen wir in den Bus um und fuhren über eine haarsträubende Steigung hinauf nach Stalheim. Diese Fahrt sollte man irgendwann mal mitgemacht haben, die Landschaft ist einfch zu dramatisch, wenngleich Anne-Lise mir die Worte aus dem Mund nahm, als sie meinte: "ce paysage est vachement beau, mais il ne me touche pas". In Voss trennten sich dann unsere Wege, und während ich den Rest des Tages in einer gemütlichen Jugendherberge am Seeufer verbrachte, fuhr sie nach Bergen weiter.
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